Weltkriege und Sieger

By georg
Comments Off on Weltkriege und Sieger

Zur Sache.

Gleich wie stark die menschliche Gesellschaft aufeinander angewiesen ist, überwiegen doch die abweichenden, gar gegensätzlichen Interessen der Einzelnen wie der Gruppen. So kommt es zur Zwietracht unter den Menschen und zuletzt zum Krieg. Die alten Griechen betrachteten den Krieg als normale Zeit, seinerzeit war der Frieden Irregularität.

Zwei gleichstarke Kriegsgegner können nur auf das eigene Kriegsglück hoffen und wenn der eine Sieger bleibt, schließen sie – schon mit Rücksicht auf die übrige Welt – unter mehr oder weniger fairen Bedingungen Frieden. So war es in der Antike, während des langen Mittelalters und bis in die neue Zeit üblich. Erst am Ende der Neuzeit entstanden die Großmächte. In zeitlicher Reihenfolge: Frankreich, Großbritannien, Russland, die Österreichisch-Ungarische Monarchie, Deutschland, die Vereinigten Staaten von Amerika und Japan. Gleichstarke Großmächte hätten sich mit wenig Aufwand in Schach halten können, schlossen sich aber zu zwei gegnerische Interessengruppen zusammen und begannen im Sommer 1914 aufeinander einzuschlagen. Weil die Großmächte die restliche Welt dominierten, wurde ihr Konflikt zum Weltkrieg. Das britisch-französische Bündnis, die Entente Cordiale, konnte nebst Japan zwei andere raumfremde Mächte, Russland und die Vereinigten Staaten auf ihre Seite ziehen. Diese Übermacht besiegte die Mittelmächte um Deutschland, auch wenn dabei die Sieger Großbritannien wie Frankreich wirtschaftlich zugrunde gingen und Russland dem Bolschewismus anheimfiel. Um aus der Nachkriegsmisere herauszugelangen, kamen in den Achsenstaaten, – abgeleitet von der Achse Berlin-Rom – Diktaturen an die Macht. Die Diktatoren brachten die Wirtschaft in Schwung und die Notenbanken unter Staatskontrolle. Gegen die Achse brachten die internationalen Finanziers in Washington, London, Paris Regierungen und Staatsmänner ans Ruder, die scharfe Gegner der Diktaturen oder Deutschlands waren. Jetzt stand einem erneuten Weltkrieg nichts mehr im Weg. Der Erste Weltkrieg genügte nicht, um Deutschland vollständig zu ruinieren, welches sich seinerzeit im Aufwind der Geschichte befand. Der Konflikt ging weiter, nunmehr um die Vorherrschaft zwischen den zwei mächtigsten Wirtschaftsmächten der Zeit: Deutschland und die USA! Italien und Japan schlugen sich jetzt auf Deutschlands Seite, weil die Politik der Angelsachsen ihren nationalen Interessen entgegenlief.

Der Zweite Weltkrieg zerstörte nicht nur Deutschland, sondern degradierte darüber hinaus ganz Europa zu Satelliten der zwei neu entstandenen Supermächte: Sowjetrussland und die USA. Zwischen der Losung der Römer „Carthagidem esse delendam“ und „Germany must perish“ der Weltkriegssieger sind über zwei Jahrtausende vergangen, Wortlaut und Forderung blieben jedoch identisch. Der Gegner muss nach seiner Niederlage endgültig zerschlagen, zerstört, vernichtet werden. So zerschnitten sie das Land des deutschen Konkurrenten in zwei Teile und zwangen beide Sieger in ihrem Herrschaftsbereich die eigene Ideologie auf.

Bald standen die Amerikaner auf Deutschlands Ruinen vor dem gleichen Problem wie seinerzeit Preußen nach Polens Zerfall. Sie mussten das Abendland vor der eurasischen Großmacht Sowjetrusslandverteidigen.
Nach vierzig Jahren Kalten Kriegs zwischen den Supermächten zerfiel das Sowjetreich an den eigenen Unvollkommenheiten. Damit blieb Amerika im Kampf um die Weltherrschaft Sieger. Die konkurrenzlose Supermacht kann nun die Welt zwingen, sich nach der Musik der Finanzmacht, die sich hinter den politischen Kulissen der Vereinigten Staaten verbirgt, zu tanzen.

Die Punischen Kriege kennen wir aus römischer Perspektive. Die Gewinner der Weltkriege des 20. Jahrhunderts lassen auch nicht gerne ihren Konkurrenten zu Wort kommen. Jemand muss es aber wagen, sich der Sache der Verlierer anzunehmen!

 

Lesen Sie im Buch: WELTKRIEGE UND SIEGER weiter
Georg A. Hideg

Die Ereignisse des Zwanzigsten Jahrhunderts aus Aspekt der Verlierer

 

Inhalt:

1. Korrelation der Politik, der Wirtschaft und des Zeitgeistes
2. Der Staat
3. Staatsschulden, Banken, Subventionen, Sozialparasiten
4. Die drei Regime des Zwanzigsten Jahrhunderts
5. Freie Marktwirtschaft kontra Kapitalismus
6. Das Abendland
7. Die Eurasische Steppe
8. Der Erste Weltkrieg
9. Zwanzig Jahre Waffenstillstand
10. Die Fortsetzung oder der Zweite Weltkrieg
11. Der Kalte Krieg
12. Neue Weltordnung

Preis des Buches:16€ inklusive Versandkosten. Bestelladresse: www.librikus.hu

xxx
Auszug 3. DIE DREI REGIME UNSERES ZEITALTERS
Kurz charakterisiert: In liberaler respektive pluralistischer Gesellschaft ist das politische wie das ökonomische System fast schrankenfrei.
Der nationale Staat, der Nationalsozialismus sowie der Faschismus akzeptiert und erkennt die Vorteile der freien Marktwirtschaft an, führt aber die Staatsräson straff paternalistisch – autoritär.
Im Bolschewismus oder Kommunismus ist das Politische wie das Wirtschaftsgeschehen dem Diktat der Regierenden oder dem Diktator untergeordnet.
Eine hoch entwickelte, gut organisierte, prosperierende Ökonomie schafft die Wohlstandsgesellschaft, was die Voraussetzung der Demokratie oder Volksherrschaft ist. Erst dann entsteht für eine Geschichtsperiode der liberale Zeitgeist und damit parallel die Gleichheit der Bürger, die dann die Demokratie schafft. Ohne die ökonomischen und geistigen Voraussetzungen funktioniert die Demokratie nicht. Darum bleibt die Demokratie auf die Trägervölker der zeit prägenden Zivilisationen beschränkt.
xx
Nationalismus und Liberalismus bedingen einander, sind Zwillinge. Sie sind nur zusammen existent! Auch wenn sich die beiden Konkurrenten seit ihrer Erscheinung bis zum Gehtnichtmehr bekämpfen. Right or wrong, der Nationalismus gehört nun einmal zum liberalen Zeitalter wie die Demokratie oder die liberale, freie Marktwirtschaft.
Der Erste Weltkrieg entstand, um die Vorherrschaft zwischen den Nationen zu klären. Im Zweiten Weltkrieg kämpften schon die Ideologien: der kosmopolitische
Internationalismus, gegen das nationale Prestige mit aller Rücksichtslosigkeit. Egal wie zeitkonform der Liberalismus für die euro- amerikanische Zivilisation auch sein mag, es bedurfte eines gewissen Liberalextremismus zwei blutige Weltkriege, anschließend den über vierzig Jahre lang dauernden Kalten Krieg sich durchzuboxen. Erst im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts konnte sich der Liberalismus vollständig durchsetzen, um für die nächsten paar Jahrzehnte -vor seinem Untergang- die Weltpolitik zu bestimmen.

xxx
4. STAATSSCHULDEN, BANKEN, SUBVENTIONEN, SOZIALPARASITEN
Es ist nicht außergewöhnlich, wenn der Staat in Kriegszeiten Schulden anhäuft. Ein gewonnener Krieg und die Bewahrung der nationalen Souveränität sind jeden Schuldenberg wert. Sobald aber wieder Frieden herrscht, sollte die Staatsführung alles daran setzen, die Schulden zu begleichen, auch wenn dies unpopuläre Maßnahmen erfordert. Der Überlebenskampf des Staates erfordert solide Wirtschaft und solide Finanzen, um sich zu behaupten. In Friedenszeiten ist die größte Unverantwortlichkeit einer Regierung gegen den Staat, der Nation und schließlich dem Volke gegenüber den Staatshaushalt durch immer neuere Schuldenaufnahmen zu finanzieren.
xx
Der gesteigerte Warenverkehr der Neuzeit machte das auf Papier gedruckte Notengeld notwendig. Das Papiergeld erforderte wiederum die Gründung nationaler Zentralbanken, welche berechtigt sind die nationalen Zahlungsmittel herauszugeben. Es wissen nur wenige, dass die nationalen Notenbanken: Die FED – die Notenbanken der Vereinigten Staaten, die Deutsche Bundesbank, die EZB – Europäische Zentralbank oder die Nationalbanken der führenden Industrienationen allesamt im Privatbesitz sind. Sie sind gänzlich oder in ihrer Aktienmehrheit im Besitz der internationalen Geldmagnaten. Die Bankmagnaten bemächtigten sich dieser Nationalbanken mit dem Trick, dass die internationalen Banker in finanziellen Krisenzeiten dem Staatshaushalt und den Handelsbanken aus der Krise heraushalfen. Aber woher nehmen die Banker das Geld, mit dem sie die Welt von Athen über Bonn bis zur Washingtoner Regierung verschuldeten? Eigentlich kolonialisierten! Zuerst erlangten sie das Recht zu Geldnotenausgabe der Vereinigten Staaten von Amerika. Dann brachten sie die Welt dazu, im internationalen Geldverkehr statt dem jeweiligen Wert des Goldes (Goldparität) den Dollar zu akzeptieren. Zuletzt erlangten sie das Recht, Geldnoten ohne Deckung zu drucken. Jetzt drucken diese Bankmagnaten so viel Papierdollarnoten wie die Regierungen der Welt oder sonstige Kreditnehmer ausgeben können. Damit erlitt der Dollar gegenüber den starken Valuten eine Inflation. Gemessen am Schweizer Franken verlor er in den letzten fünfzig Jahren das Fünffache seines früheren Wertes. Doch die Besitzer der Geldpressen machten mit ihren deckungslos gedruckten Falschgeldern die Welt zu ihrem Schuldner.

xxx
5. FREIE MARKTWIRTSCHAFT KONTRA TURBOKAPITALISMUS
Für die wirtschaftliche Prosperität einer Epoche ist die Freiheit der Ökonomie und des Handels ausschlaggebend. Die Entwicklungsstände der Herstellungstechniken oder zur Verteilung nötigen Verkehrsmittel sind nicht maßgebend. Die wirtschaftliche Prosperität liegt bloß an der richtig organisierten Anwendung der Herstellungstechniken und Distributionstechniken. Die Techniken standen in den vergangenen Zivilisationen, je weiter sie zurückliegen auf entsprechend niedrigeren Entwicklungsstufen, doch in der Antike konnten die ägyptischen Manufakturen die ganze damalige Welt mit ihren Produkten beliefern. Später beförderten die Römer in einigen Tagen Reisende und Waren bis in die entlegendsten Provinzen ihres Reiches. Im Mittelalter dagegen brauchte man für die gleichen Strecken mehrere Wochen und die im Mittelalter hergestellten Produkte kamen nur selten über einen kleinen Kreis ihrer Herstellungsorte hinaus.
Sobald die Politik die Handels- und Gewerbefreiheit einführt, sorgt der freie Unternehmergeist für Prosperität und Erfolg in der Wirtschaft. Der Unternehmer, vom Maurermeister über den Fabrikanten bis hin zum Finanzier, ist der Initiant der Wirtschaft. Von seinem Fleiß, Können, seiner Begabung aber auch von seiner Mobilität, letztlich von seiner Handlungsfreiheit hängt das Wohl seiner Arbeitnehmer und das Gedeihen des Staates ab. Selbstverständlich handelt der Unternehmer aus Gewinnstreben, nicht aus sozialer Gesinnung. Trotzdem ist das freie soziale Marktsystem sozialer, gerechter als alle anderen Wirtschaftssysteme.
xx
In der Wirtschaft sollte so viel Freiheit wie möglich, in der Staatsräson so viel Freiheit wie nötig gelten.3 Die Gesetze des Marktes und der Politik sind zwar unterschiedlich, doch Politik und Wirtschaft sollen die Harmonie suchen statt konfrontieren. Die Freie Marktwirtschaft bleibt nur so lange bestehen bis Industrie, Handel und Kapital sich ergänzen und respektieren; nach dem Motto: „Leben und leben lassen“. Die Wirtschaft sollte den Unternehmern und Managern überlassen werden. Politik und Gesetzgeber sollten die Schwachen vor den Starken schützen und für ein günstiges Wirtschaftsklima sorgen, aber möglichst vermeiden, in das Wirtschaftsleben einzugreifen. Selbstverständlich sollte die Wirtschaft für den Staat und nicht der Staat für die Wirtschaft da sein. Daraus folgt, dass die Souveränität über die Nationalbank beziehungsweise Notenbank zum Eigentum des Staates gehört. Dies ist nötig, um die ökonomische und damit die politische Souveränität des Landes zu wahren. Der Staat sollte darüber wachen, dass das Großkapital weder die Wirtschaft noch den Staat monopolisiert, dass die Staatsschulden, vor allem die Auslandsschulden, nicht Überhand nehmen und somit die Souveränität des Landes untergraben. Schließlich sollte der Staat darauf achten, dass die Nationale Notenbank nicht in die Hände supranationaler Kapitalgesellschaften gerät. Die Regierung, die an das Ausland oder an fremde Kapitalgesellschaften verschuldet ist, ist nicht Herr im eigenen Lande.
xxx

8. DER ERSTE WELTKRIEG
Innerhalb eines Kulturkreises wird der jeweilige Staat, der zur Zeit ökonomisch der Stärkste ist, zwangsläufig auch die politische Führung übernehmen, bis ihm die nächste, mittlerweile mächtiger gewordene Nation zuvorkommt. Dies wird offensichtlich, wenn wir die Geschichte des Abendlandes betrachten. Der Aufstieg Europas begann mit dem iberischen Jahrhundert.1 Als im 15. und 16. Jahrhundert Spanien und Portugal die Welt für Europa entdeckten und vor allem Amerika kolonialisierten. Darauf folgte das französische Jahrhundert mit enormer Kulturblüte und wirtschaftlicher Prosperität in Frankreich. Die Franzosen waren auch die ersten erfolgreichen Kolonisatoren im östlichen Nordamerika. Das 19. Jahrhundert war das britische mit der industriellen Revolution. Obwohl seine amerikanischen Kolonien sich von ihm abspalteten, konnte sich Großbritannien der Ressourcen der restlichen Welt bemächtigen, sogar bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts halten. Die Vorarbeit für die deutsche Priorität im 20. Jahrhundert leisteten schon ihre Dichter und Denker in den zwei vorangegangenen Jahrhunderten. In der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert stand dann mitten in Europa, der Wirtschaftsriese, das vereinigte junge Deutschland da.2 Inzwischen aber überflügelte die Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika nicht nur das deutsche, sondern fast das gesamte Wirtschaftspotential Europas. Es war voraussehbar, dass der Große Bruder, trotz der Monroe Doktrin,3 sich bald in die Angelegenheiten Europas einmischen werde und in der nächsten europäischen Auseinandersetzung zwangsläufig das Bündnis siegt, welches die Vereinigten Staaten als Verbündeten gewinnen kann. Folglich entschied nur das eingreifen der Vereinigten Staaten von Amerika auf der Entente Seite den Krieg zugunsten der Entente-Staaten.4
xx
Zwischen dem allmählich erschöpfenden Russland und den Mittelmächten begannen geheime Sondierungsgespräche, um die gegenseitigen Bedingungen für einen Friedensschluss zu erörtern. Sie wurden aber von Russland unterbrochen, als die Mittelmächte am 5. November 1916 das Königreich Polen proklamierten.23 Obwohl ein Friedensschluss die letzte Chance gewesen wäre, das Russische Reich vor dem Zusammenbruch zu retten!
Der Römische Papst ermahnte den Gegner oftmals Frieden zu schließen. Nach zweieinhalb Jahren Stellungskrieg, der keinem der Gegner etwas eingebracht hatte, besaßen die Mittelmächte genug Vernunft und sandten Ende des Jahres 1916 einen Friedensaufruf an die Ententestaaten. Diese werteten diese Nachricht als Schwächesignal und wiesen sie zurück.
In zwischen wurde Wilson erneut zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Wieder auf seinem Posten, vergaß er seine Versprechungen aus seiner Wahlreden, indem er die „kriegführenden europäischen Herrschaften“ zu Frieden ohne Sieger aufforderte und begann gleich -vermutlich auf Befehl seiner Geldgeber- die Ententestaaten mit allen Mitteln zu unterstützen.
Das Anachronisch gewordene Zarenreich war nicht in der Lage, einen modernen Krieg jahrelang durchzustehen. Die Revolution im Februar 1917 vertrieb den Zaren und öffnete den Weg, um ein zeitgemäßes Staatssystem einzuführen. Zweifellos hätte sich dieses pluralistische System durchgesetzt, wenn die verbündeten Ententestaaten nicht auf der Weiterführung des Krieges auf ihrer Seite bestanden hätten. Die provisorische Regierung, die sich nach Absetzung des Zaren gebildet hatte, wurde unter Druck gesetzt, bis sie die letzten Reserven für eine Großoffensive an die Front schickte. Aber der Staat Russland war bereits an diesem Krieg Pleite gegangen. Der Bauer wollte nicht mehr für diesen Pleitestaat den Kopf hinhalten. Die Mittelmächte zerschlugen auch mühelos diese widerwillige Offensive.
Um den russischen Gegner auszuschalten, schleusten die Mittelmächte einige Dutzend Berufsrevolutionäre nach Sankt Petersburg, die sich Bolschewiki nannten.24 Niemand dachte daran, dass diese Spinner und Weltverbesserer sich jemals die Regierungsgewalt aneignen könnten; sie sollten nur die Anarchie in Russland vervollständigen. Die Regierungskrise, die nach der missglückten Offensive entstand, nützten die Bolschewiken für sich. Anfang November 1917 hetzten sie die übrig gebliebenen, noch nicht nach Hause gegangenen Mannschaften der Garnison von Sankt Petrograd und die Mannschaft der baltischen Flotte gegen die provisorische Regierung auf, ließen sie von den Soldaten vertreiben und rissen die Regierungsgewalt an sich. Von nun an nannten sie ihr Imperium: Sowjetunion. Lenin25 -der starke Mann der Bolschewiken wusste, dass ein Friedensabschluss mit Russland den Mittelmächten gelegen käme. Außerdem war die russische Armee dabei, sich aufzulösen, was nicht mehr aufzuhalten war. Das war den Bolschewiken gerade recht. Sie hatten ja die eigene Parteiarmee, welche ihnen die Macht sicherte. Konkurrenten zu ihrer Roten Arme brauchten sie nicht! Lenin sandte ein Friedensdekret an alle Staaten zu einem sofortigen Friedensschluss. Für Russland verkündete er die längst fällige Bodenreform, die Enteignung und Verteilung des Großgrundbesitzes an die Landbevölkerung. Daraufhin verließen auch die letzten Bauern, die noch an der Front standen, ihre Stellungen, um bei der Bodenverteilung dabei sein können.

xx
9. ZWANZIG JAHRE WAFFENSTILLSTAND
Im Mittelalter, als die Könige und ihre Vasallen mit ihren Söldnerheeren gegeneinander Krieg führten, war es dem einzelnen Söldner gleich, gegen wen oder wie lange sein Kriegsherr Krieg führte. Er wusste, wenn er sich als Soldat anheuern ließ: Ab jetzt ist der Krieg mein Handwerk. Da das Beutemachen sozusagen als Prämie zu seinem Sold gehörte, kam ihm sogar ein Kriegszug gelegen. Seit der Grande Revolution1 wurde in Frankreich und im Laufe des 19. Jahrhunderts in fast allen europäischen Ländern die allgemeine Wehrpflicht eingeführt. Jeder Mann wird um das zwanzigste Lebensjahr herum zum Soldaten ausgebildet, dann zur Reserve eingeteilt. Damit kann jede Großmacht innerhalb kurzer Zeit, eine Volksarmee von mehreren Millionen Soldaten mobilisieren. Zu einem Krieg muss der Bürger aber von seiner Arbeit, von seinem Broterwerb geholt werden, um Krieg zu führen. Dem Bürger, der im Sommer 1914 vermeintlich für ein paar Wochen mit Jubel in den Kampf zog, aber nach vier Jahren, -wenn er das Elend überlebte- dort stand, wo er den Krieg begann, mussten die Politiker irgendwie nachhinein motivieren, warum sie ihm all die Entbehrungen aufbürdeten, wozu der Bürger überhaupt Krieg führen musste.
Der Schuldige am Krieg ist jeher der Verlierer. Gleich welche Seite auch gewinnt oder verliert. Dies stand schon zu Kriegsbeginn fest. Außerdem musste der Verlierer, in diesem Fall Deutschland, daran gehindert werden, jemals wieder einen Krieg durchstehen können. Ein über Siebzigmillionenvolk, welches sich – trotz allem – am Höhepunkt seiner geschichtlichen Entwicklung befand und zu dieser Zeit jeden seiner europäischen Konkurrenten ökonomisch überragte.
Auch wenn Frankreich zu den Siegern zählte, war hier jedem Realpolitiker klar, dass Frankreich in der nächsten Zukunft allein gegen Deutschland nichts ausrichten konnte. Der britische Partner war gleichzeitig der jahrhundertealte Konkurrent! Oder Feind? Zuletzt konnte niemand voraussagen, wie Frankreichs Interessen auf die Dauer in die britische Politik der Balance of power2 hineinpassen würden. Weitsichtige Politik kümmert sich rechtzeitig um Verbündete und Clemenceau tat alles, was in seiner Macht stand, für die künftige Sicherheit seiner Nation. Er installierte seine Satelliten: das wieder restaurierte Polen, die neu kreierte Tschechoslowakei und Jugoslawien, dann das auf die dreifache Größe aufgeblasene Rumänien hinter Deutschlands Rücken. Zuletzt wurde für Frankreichs Sicherheit die Rheingrenze gefordert. Der Rhein als Grenze zwischen Deutschland und Frankreich war auch seitens der Französischen Regierung eine sicherlich unüberlegte Forderung. Was hätte der französische Staat mit zehn-fünfzehn Millionen Deutschen innerhalb seiner Landesgrenzen anfangen sollen? Mit einer um die 25 Prozent Minderheit im Lande, die den französischen Staat ablehnen? Ein Fluss ist außerdem kein strategisches Hindernis, höchstens eine zeitweilige Demarkationslinie. Auch die Angelsachsen lehnten diese französische Forderung ab. Vor allem verstieß es gegen die Wilsondoktrin, womit Amerikas Herren ihren Landsleuten diesen Krieg aufzwangen. Anderseits wollten die Angelsachsen den deutschen Konkurrenten ebenfalls so weit paralysieren, dass er ihnen nie wieder die Stirn bieten könne.
xx
Im Zweiten Weltkrieg kam es fast zu den gleichen Allianzen, wie während des Ersten Weltkrieges. Nur Italien und Japan wechselten zum Gegenlager über. Außerdem änderte sich die Mitwirkung der Vereinigten Staaten: im ersten Weltkrieg stieg Amerika auf Bitten der Ententestaaten ein, allerdings mit tatkräftiger Nachhilfe Wilsons und Washingtons Hintergrundmacht. In den Zweiten Weltkrieg wurden Großbritannien, Frankreich und Polen von Roosevelt38 hineinmanövriert. An der alliierten Seite: Frankreich, Großbritannien, Belgien, Holland und Sowjetrussland, die als Frontstaaten an Menschen und Material die größten Verluste erlitten hatten, waren nur bescheidene Kombattanten. Den Krieg trug und gewann die riesige ökonomische Überlegenheit der Vereinigten Staaten.
Ohne die willkürlichen Grenzziehungen durch das Versailler Friedensdiktat, hätte es keinen Anlass für einen erneuten Weltkrieg. Die Nationalsozialisten wären eine kleine Partei in der Weimarer Parteienvielfalt geblieben. Die 80 Millionen Deutschen, als natürliches Hindernis vor der sowjetrussischen Dampfwalze, hätten die Bolschewisierung Europas verhindert. Selbst Churchill.39 wies in seinen Memoiren auf die ungerechte Friedensregelung hin. In seiner grenzenlosen Abneigung gegenüber Deutschland sah er aber nicht, dass die deutsche Hegemonie über Europa für Großbritannien weniger Gefahren barg, als Washingtons angestrebte Weltneuordnung.

xx
10. DIE FORTSETZUNG, ODER DER ZWEITE WELTKRIEG.
Ende der dreißiger Jahre hinderten sich drei unversöhnliche Regime gegenseitig an ihrer individuellen Machtentfaltung. Die liberal-kapitalistische Welt der Angelsachsen, Stalins Bolschewismus und die nationalen Regime. Um den einen zu eliminieren, mussten sich die zwei Anderen verbünden, gleichgültig wie feindselig sie auch zueinander standen!
Polen lehnte strikt ab mit Stalin irgendein Bündnis einzugehen, doch das Land lag zwischen den zwei Kontrahenten Deutschland und Sowjetrussland und hinderte sie daran, miteinander abzurechnen. Nun begann die Diplomatie der Angelsachsen und der Nationalsozialisten einen Wettlauf um den polnischen Kombattanten. Dass die Polen nur zu Kanonenfutter gebraucht wurden, das hatte schon die Geschichte erwiesen! Hitler versuchte einen Ausgleich mit Polen zu erreichen, berief sich auf die Sowjetgefahr und wäre mit einer exterritorialen Autobahn und einem Eisenbahnkorridor als Verbindung, durch polnisches Gebiet zwischen den preußischen Landesteilen einverstanden. Für die polnische Seite war der Ostseezugang ebenso lebenswichtig, wie für Deutschland seine zusammenhängenden Ostprovinzen. Die Angelsachsen brauchten sich folglich keine große Mühe zu machen, um die Polen zu überzeugen, dass sie mit ihrer politischen und militärischen Unterstützung Hitler besiegen könnten.
Die Sowjets waren gerne bereit in eine große antifaschistische Allianz mit den Angelsachsen einzusteigen. Roosevelt sandte stellvertretend den Außenminister von Großbritannien und Frankreich nach Moskau, um eine Allianz gegen Deutschland zu schmieden. Stalin verlangte aber ein multilaterales Beistandsabkommen, das Polen, Finnland und die drei baltischen Staaten mit einbezog. Nicht nur die Balten, auch die hartnäckigen Polen fürchteten die sowjetischen Verbündeten mehr als den deutschen Feind. Was die angelsächsische Diplomatie mit den Sowjets über die Hegemonie über das Baltikum und Ostpolen schriftlich oder mündlich vereinbarte, ist heute noch Geheimsache. Ohne eine solche Abmachung wäre es doch angebracht, nachdem die Rote Armee Ostpolen besetzt hatte, wegen der Verletzung der Souveränität Polens, auch Stalin den Krieg zu erklären. Tatsächlich kamen all diese Länder, außer Finnland, nach dem Sieg der Alliierten unter sowjetische Herrschaft.
Außerdem ließen die Minister Stalin wissen: Wenn zwischen Deutschland und Polen ein Krieg ausbricht, werden Großbritannien und Frankreich Deutschland den Krieg erklären. Stalin brachte gleich, die ohnehin forcierte Kriegsindustrie auf noch strengere Wege und gab Befehl, die Rote Armee innerhalb von zwei Jahren technisch, materiell und in Mannschaftsstärke auf einen Angriffskrieg vorzubereiten. Eine Woche später wurde Ribbentrop3 nach Moskau eingeladen, so wurde Hitler in den polnischen Krieg hineinbugsiert.
Wie eine Bombe schlug Ende August 1939 die Nachricht ein,4 dass Ribbentrop und Molotow,5 Deutschland und Sowjetrussland einen Nichtangriffspakt auf 10 Jahre vereinbart hatten. Ein Geheimzusatz regelte die Demarkationslinie zwischen den Interessensphären beider Großmächte. Demnach sollte Finnland, Estland, Lettland, Ostpolen, östlich der Flüsse San, Weichsel und Narew, zuletzt Bessarabien, neuerlich Moldawien, den Sowjets gehören. Litauen und alles, was westlich dieser Demarkationslinie lag, ist deutsches Einflussgebiet. Für die Sowjets war es der richtige Schachzug. Deutschland überließ ebenfalls Ostpolen und das Baltikum, was ihnen die Angelsachsen ohnehin gebilligt hatten. Sie konnten mit einem Krieg der britisch-französischen Verbündeten gegen Deutschland rechnen. Mit einem Krieg, der Europas Völker endgültig zugrunderichten würde. Nachher, so hoffte Stalin, konnte die Rote Armee unter wehenden Fahnen bis zur atlantische Küste marschieren. Nach Chruschtschows6 Darstellung, der schon damals zu Stalins engstem Kreis gehörte. Auf dem, der Unterzeichnung folgenden Bankett, erklärte Stalin gutgelaunt: „Jetzt habe ich den Hitler über den Tisch gezogen.“
Hereingelegt wurde aber Stalin ebenso wie Hitler. Eine deutsch-sowjetische Demarkationsgrenze war eben die Absicht der Angelsachsen, in der Hoffnung, dass ihre Feinde bald gegeneinander in Kampf ziehen würden. Die Briten beeilten sich daraufhin, ihre Sicherheitsgarantie für Polen zum gegenseitigen Beistandsvertrag zu ergänzen. Churchill, der Seemann, wertete diesen Vertrag als einen Schuss vor den Bug des deutschen Kreuzers. Es ermunterte gleich die polnische Führung zu Unnachgiebigkeit. Die Französische Regierung drohte „Die Deutschen werden im polnischen Luftraum auf 1000 französische Flugzeuge treffen.“ Die polnischen Medien berichteten aus sicheren Quellen der angelsächsischen Flüsterpropaganda: Die deutschen Panzer sind größtenteils aus Papiermaschee, potemkinsche Dörfer und ihr oberster Kriegsherr ist eine Gefreite. Diese Propaganda war so glaubhaft, dass die polnischen Reiter in den ersten Kriegstagen mit ihren Lanzen auf den Panzerkolossen herumstocherten.
xx
Nach der missglückten Invasion Skandinaviens musste die britische Regierung und Premier Chamberlain zurücktreten. Am nächsten Tag, am 10 Mai 1940, als der deutsche Angriff auf Frankreich begann, wurde der Hauptinitiator des skandinavischen Abenteuers und Deutschlands unversöhnlicher Gegner Churchill britischer Premier. Die französische Regierung formierte sich schon Mitte März neu. Reynold.20 löste Daladier.21 auf dem Posten des Ministerpräsidenten ab. Die neuen Premiers stellten selbstverständlich eigene Regierungsmannschaften auf. Wie man heute sagen würde, da kamen ebenfalls die Falken an die Macht.
An der Westfront ließen die Gegner ungefähr die gleiche Mannschaftsstärke aufmarschieren. Von den 155 Deutschen Divisionen wurden 126 an der Westfront eingesetzt. Davon waren 10 Panzerdivisionen zum Großteil mit dem modernsten Panzer III und Panzer IV ausgerüstet. Von der Gegenseite stellte Frankreich 93, Großbritannien 10, das in den Krieg hineingezogene Belgien 22 und Holland 10 Divisionen. Die Feuerkraft der französischen Artillerie war den Deutschen fast doppelt überlegen. Die Westalliierten verfügten über 1000 Panzerfahrzeuge, mehr als die Wehrmacht. Darüber hinaus hatten sie um die 1500 größere Feuerkraft und stärkere Panzerung als die deutschen Tanks, aber die alliierte Strategie beging den Fehler, die gerade zugkräftigste Waffe der Zeit, die Panzer zur Hilfstruppe der Infanterie und der Artillerie zu degradieren. Ihre Panzerkräfte wurden zerstreut und den Infanteriedivisionen untergeordnet. Konzentrierte, schwere Panzerdivisionen, mit welchen die Deutschen den Durchbruch und den täglichen 40-50 km Vormarsch schafften, stellten sie nicht auf.
Die Deutsche Luftwaffe ging ebenfalls mit weniger Fliegern in den Kampf, als ihre Gegner. Doch die Flugzeuge der Alliierten waren, außer den britischen Spitfire eher veraltet. Außerdem weigerte sich Churchill die Royal Air Force. 22 vollständig in Frankreich einzusetzen.
xx
Während des letzten Krieges gab es auch Frontdurchbrüche an beiden Seiten. Nach einigen Kilometern aber, blieb der Vormarsch mangels Nachschub, Flankenschutz, Verstärkung, etc. stecken. Für einen alten Soldaten, der noch den Ersten Weltkrieg mitgemacht hatte, waren 50 km Tagesvormarsch unvorstellbar, sogar unverständlich. In ihre neue Kampftechnik stellte die Wehrmacht ganze Panzerbrigaden, später Panzerarmeen als „Rammbock“ an die Spitze. Die Panzer walzten dann alles, was sich ihnen in den Weg stellte nieder. Sie wurden unterstützt von Sturzkampffliegern, die mit einem Höllenlärm vom Himmel stürzten und aus niedriger Höhe ihre Bombenlast auf die gegnerischen Tanks oder Stellungen warfen. Der Flugzeuglärm übertönte das Motorengeräusch der anrollenden Panzer und sie standen oft unbemerkt vor den gegnerischen Linien, bevor sie abgewehrt werden konnten. Hinter der Feuerwalze folgte motorisierte Infanterie, die sofort die Flanken sicherte und das Hinterland besetzte. Mal wurde die Panzerspitze von einigen der überlegenen französischen Panzer aufgehalten. Sie waren aber nie konzentriert, stets zu wenig, um den Angreifer auf längere Zeit zu binden. Sie wurden durch die Bomben der Stukas oder durch Seitenfeuer ausgeschaltet.
Nur dank des, von späteren Generaloberst Guderian23 auf die Theorie von Generaloberst Hans von Seekt24 und General Guido Douhet25 entwickelte, überlegene neue Strategie: die Panzer, mobilisierten Infanterie und Luftwaffe simultan einsetzte, erreichte die Wehrmacht am 20. Mai bei der Sommemündung den Kanal.
xx
Kapitulierte nach diesem Weltbrand nur Deutschland allein oder ganz Europa? Die Bomben, die auf Köln, London, Paris, die Normandie oder Mailand fielen, zerstörten nicht auch das British Empire und das französische Kolonialreich? Der Sieg des Bolschewismus über Deutschland und über Europa bedeutete auch den Sieg der Bolschewiken über Russland.102 Die Sieger dieses Krieges waren die Sowjetunion und die Vereinigten Staaten von Amerika beziehungsweise die Stalin-Clique und die supranationale Finanzoligarchie, welche den Krieg aus Amerika finanzierte. Seit diesem Sieg wurde Politik zwischen Washington und Moskau ausgehandelt. Kein europäischer Staat, geschweige denn Staatsmann hatte da mitzureden! Der Erste Weltkrieg reichte nicht aus, der Zeit mächtigste Land Europas vollständig zu besiegen. Der zweite Bruderzwist der Europäer degradierte nun nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa zur Hälfte zu Satelliten der Sowjetunion und zur anderen Hälfte zu Satelliten der Vereinigten Staaten! Zwei gleichrassige, doch raumfremde Mächte, teilten sich den Sieg und teilten Europa unter sich auf. Mussolinis Orakel, wer Deutschland besiegt, besiegt Europa ist eingetroffen. Die Nachwelt werde vielleicht ab Mai 1945 das Ende der abendländischen Kultur und der Beginn der Euro Atlantische Zivilisation rechnen.
xxx
11. DER KALTE KRIEG
Nach Vereinbarung zwischen Sowjetrussland, den Vereinigten Staaten, China und Großbritannien werden die vier Siegermächte nach dem Krieg als zukünftige Weltpolizisten den ewigen Weltfrieden hüten. Bloß ihre ideologischen Differenzen vergaßen sie unter einen Hut zu bringen. So fand jeder Friedenshüter beim eigenen ideologischen Monopol des Friedens Kern. Genosse Stalin hielt die Zeit für reif, die „Proletarier“ aller Länder unter seiner Herrschaft zu vereinen. Amerikas Herrscher fanden selbstverständlich ihren liberal kapitalistischen American way of life1 für den richtigen Weg, hin zu freedom and peace.2 Einer der Weltpolizisten, China, befand sich gerade im Bürgerkrieg. Hier prallten schon die ideologischen Differenzen der Kriegsgewinner aufeinander. Die Sowjetarmee, die nach Japans Zusammenbruch die Mandschurei und Nordchina besetzte, rüstete Mao Tse-tungs3 Rote Armee auf. Die Amerikaner unterstützten ihre alten Verbündeten, die linksnationale Kuomintang4 Partei der Tschiang Kai-Schecks.5 Großbritanniens Wirtschaft war bereits an den Folgen des Ersten Weltkrieges zugrunde gegangen und ohne Amerikas Unterstützung hätten sie die Weltkriege nicht durchstehen können! Die fast eine Million britischer Soldaten, die am Kriegsende noch unter Waffen standen, konnte sich das Land weiterhin nicht leisten. Frankreich, welches höflicherweise ebenfalls zu den Großmächten gezählt wurde, stand nicht besser als Großbritannien da. In das wieder zur Frankreichs Kolonie gewordene Indochina, rief Ho Chi Minh6 gerade die kommunistische Republik Vietnam aus. So kam der ewige Frieden wieder einmal zu kurz.
xx
Ostpolen wurde ebenfalls von der Sowjetunion einverleibt! Polen, für dessen Integrität die Westalliierten den Krieg an Deutschland erklärt hatten, wurde nach Westen verschoben. Dafür mussten über vier Millionen Polen ihre ostpolnische Heimat verlassen und nach Preußen und Schlesien umsiedeln. Neun Millionen Deutsche, die Einwohner Preußens und Schlesiens, mussten ebenfalls umsiedeln. Die Vertriebenen könnten dann die Plätze derer einnehmen, die im Krieg umgekommen waren, meinten die Sieger lakonisch. Churchill demonstrierte diese deutsch-polnische Prozedur anhand dreier Zündhölzer: Wir nehmen das linke Zündholz weg und legen es nach rechts. So einfach ist das. Doch Churchill machte sich weiterhin Gedanken um Polen. Denn, wenn Deutschland diese Gebiete einmal zurückfordern würde, wären die Polen nicht in der Lage, die Rückgabe zu verweigern. Die Sowjets verlangten Durchgangsrecht und Stützpunkte in Polen, um ungehindert Zugang zu ihrer Besatzungszone in Deutschland zu haben. Damit wurde eine potenzielle deutsche Hegemonie über Polen gebannt. Dafür aber waren Stalins Leute Herren in Polen! Es bleibt nur die Frage offen, wie Churchill und die Engländer sich entschieden hätten, wenn sie zwischen deutschen oder russischen Okkupanten hätten wählen müssen.
Zur gleichen Zeit wurden aus der wiedererrichteten Tschechoslowakei über drei Millionen Deutsche unter schrecklichen Atrozitäten nach Deutschland und Österreich vertrieben. Wobei 10 Prozent der Vertriebenen umkamen. Die Vertreibung wurde von der indessen heimgekehrten Londoner Beneschregierung durchgeführt, die mit den Kommunisten eine Koalitionsregierung bildete. Benesch hätte gerne auch die Ungarn aus ihren Heimatgemeinden vertrieben, wurde aber von seinen Protektoren zurückgepfiffen. So mussten sie sich mit der Ermordung des Bürgermeisters und des Gemeindeschreibers und der Aussiedlung wohlhabender Bauern begnügen. Von den Pädagogen wurde festgestellt, dass sie allesamt mit dem Feind kollaborierten! Sie wurden fast ausnahmslos nach Rumpf-Ungarn vertrieben und die ungarischen Schulen für Jahre zugemacht. In der Geschichte wird es noch schwer werden, diese tschechoslowakisch-angelsächsischen Genozide in unsere Jahrhunderte Alten europäischen miteinander einzureichen!
xx
Von Hamburg bis Triest zog sich die Demarkationslinie, die Europa in zwei Welten teilte. Churchill taufte sein Werk zum Eisernen Vorhang und den Westen zur Freien Welt. Das Sowjetreich nannte sich Friedenslager. Der Frieden war ein gut gewählter Slogan. Mit Lager wurde dieses Regime sehr treffend charakterisiert, denn es hatte die halbe Welt ins Lager gesperrt.
Die Machtzunahme Russlands veranlasste Churchill, der zwischenzeitlich in Großbritannien als Premier abgewählt worden war, als Privatmann die Amerikaner vor der drohenden Sowjetgefahr zu warnen. In Amerika erbte Vizepräsident10 das Präsidentenamt, nachdem Roosevelt zwei Wochen vor Deutschlands Kapitulation gestorben war. Wir haben das falsche Ross geschlachtet! Sorry – kommentierte Churchill die neue Situation, als ihm klar wurde, mit Deutschland und Europa ließ er gleich das Britische Weltreich mitzerbomben. Truman ließ sich von Churchill überzeugen und gab die Truman Doktrin heraus, in der er allen Völkern, die von den Sowjets bedroht waren, wirtschaftliche und militärische Hilfe anbot. Damit machten sich die Vereinigten Staaten zum Vormund der abendländischen Welt, für die Staatengemeinschaften, die die liberal demokratische Staatsräson wünschten. Das bedeutete auch Uncle Sams Vormundschaft über das durch Bruderzwist entmachtete und zerrissene Europa mit all seinen Vor- und Nachteilen. Zurzeit aber waren die Europäer froh, wenn sie die Amerikaner und nicht den Russen im Lande haben durften.
xx
Erst der 5. Oktober 1957 jagte allen Antikommunisten einen Schrecken ein. Die Sowjets schossen einen künstlichen Satelliten in die Erdumlaufbahn. Sie gaben seine Funkfrequenz an und jeder Radioamateur konnte das Piepsen des Sputniks22 hören. Vier Monate später folgte der erste amerikanische Satellit. Aber die Amerikaner blieben in der Raketentechnik einige Jahre lang auf dem zweiten Rang. Das verleitete die Welt zu dem Fehlschluss, die Sowjets seien in der Technik den Amerikanern ebenbürtig, gar überlegen.
xx
Zum Glück war im Ostblock ebenfalls nicht alles zum Besten bestellt. Die Entstalinisierung in Russland führte zur ersten ideologischen Auseinandersetzung mit China. Es war ja Stalin, dem die chinesischen Kommunisten ihre Macht verdankten. Chruschtschow besuchte Mao in Peking, um einen Konsens mit ihm zu finden. Mao hielt aber wenig von der friedlichen Koexistenz und forderte die Russen zu einem gemeinsamen Krieg gegen den Kapitalismus auf. Er nannte die Zahl der chinesischen Divisionen, die zusammen mit den sowjetischen auf das mehrfache der westlichen Streitkräfte kamen. Chruschtschow konnte wohl zwischen der Feuerkraft chinesischer und amerikanischer Divisionen unterscheiden. Er hatte noch in Erinnerung wie seinerzeit einige deutsche Divisionen in der Ukraine ganze sowjetische Armeen aufgerieben hatten. Selbstverständlich hüteten sich die Russen davor, ihr Atomgeheimnis an Mao weiterzugeben. So blieb ein Krieg zwischen den zwei Weltansichten wie auch das Bündnis im „Friedenslager“ aus.
Außer den ideologischen Differenzen erhob China Anspruch auf sibirisches Gebiet, welches ihm das Zarenreich in der Mitte des 19. Jahrhunderts in den so genannten Ungleichen Verträgen abgenommen hatte. Daraufhin stellten die Russen alle Hilfeleistungen ein und zogen ihre technischen Berater ab. Im Herbst 1964 zündete China seine erste Atombombe. Spätestens jetzt musste Moskau einsehen, dass es seinen Führungsanspruch gegen China nicht durchsetzen könne.24 Ab Anfang Mai 1969 kam es zu Zusammenstößen am Grenzfluss Ussuri, wo beide Anrainer den Verlauf ihrer Staatsgrenzen anders auslegten. Die Russen gingen mit ihrem modernsten Kriegsgerät auf die Chinesen los, doch für einen Entscheidungskrieg war die Zeit auf beiden Seiten ungünstig. Die zwei mächtigen kommunistischen Mächte standen sich nun aber endgültig als Konkurrenten gegenüber.
Mao hatte ebenfalls Großes vor: Die Industrieproduktion des Westens einholen und überflügeln. Der große Sprung nach vorne war der Plan. Eine groß angelegte Kampagne begann, um zuerst die Roheisenproduktion von Großbritannien zu erreichen. Jeder Chinese musste ein pfeifenartiges Loch in einen Erdhang graben, diesen urzeitigen Schmelzofen mit Brennholz, Kohle darüber mit Alteisen füllen und seinen frischgebackenen Eisenklumpen der Partei beziehungsweise dem Staat abliefern. Als dieses großartige Unternehmen lief, wurden um die hundert Millionen Bauern von den Feldarbeiten zu eisengießen dirigiert, um alle greifbaren Eisenwaren, auch wenn sie viel wertvoller waren als das Ergebnis, einzuschmelzen. Kein Wunder, dass der große Sprung in den drei bitteren Jahren von 1959 bis 1962 platschte, als das Land von einer großen Hungersnot heimgesucht wurde, bei der mehrere Millionen Bauern verhungerten. Von den Bauern wurde nämlich alles Essbare requiriert, um die Städte zu versorgen bevor dort Rebellionen ausbrachen. Auf dem nächsten Parteikongress warf der Kriegsminister dem Genossen Vorsitzenden Fehlplanung vor. Aber Mao konnte sich mit Hilfe des Ministerpräsidenten durchsetzen und sich dem Kriegsminister, samt seiner Clique, entledigen.
Jetzt hieß es auf zwei Beinen gehen. Die Landwirtschaft ebenso fördern wie die Schwerindustrie. Nur das Überholmanöver gegen den Kapitalismus klappte immer noch nicht so. Eher Maos Stellung wurde wackeliger, er musste sogar das Amt des Staatspräsidenten abgeben, blieb aber der oberste Parteivorsitzende. Schleunigst ließ er eine Kurzfassung seiner politischen Thesen herausgeben, in denen er innenpolitisch die permanente Revolution anpries. Er organisierte die Roten Garden und rief Chinas Jugend zur Kulturrevolution auf: Zerschlagt die vier Rückständigkeiten: Ideale, Kultur, Überlieferungen, Sitten, den Examenzwang in den Schulen, was den Schüler und Studenten als Feind betrachtet. Junge Rotgardisten stellten dann Maos Kritiker, und ihren eigenen Lehrer oder Uniprofessoren buchstäblich an den Pranger. Anschließend wurden diese reaktionären Elemente in die Landwirtschaftskommunen verfrachtet, um dort die körperliche Arbeit kennen und schätzen zu lernen. Nebenbei zerstörten die Rotgardisten Jahrhunderte alte Kulturdenkmäler als dekadente Überbleibsel der reaktionären Zeit. Nach dieser Kampagne blieb der Große Vorsitzende und Steuermann auf seinem Posten, doch die Wirtschaft und der Unterricht an den Hochschulen stagnierten. Die Schäden dieser, über sechs Jahren anhaltenden Eskapaden, waren für China unermesslich.
xx
Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen die Okkupanten aus Persien ab. Der Schah56 brauchte einige Jahre um mit den zurückgebliebenen Agenten der Sowjets, fertig zu werden. Um das einfache Volk auf seine Seite zu ziehen, wurde der Großgrundbesitz, darunter die Güter der Geistlichkeit zwischen den Bauern verteilt. Zur Konsolidierung seiner Macht baute der Schah einen Geheimdienst auf, der auf ihn persönlich eingeschworen war. Auch wenn dieser Geheimdienst nicht immer legitim vorging und das Land kein Musterbeispiel der Demokratie darstellte, stand das arische Persien von allen islamischen Ländern der abendländischen Welt politisch am nächsten.
Die Ölquellen sicherten ein recht stabiles Einkommen für Persien, doch bevor der Ölvorrat zur Neige ging, investierte der Schah das Landeseinkommen in den Aufbau der heimatlichen Stahl und Chemieindustrie. Bestellte in Frankreich vier Atomkraftwerke, erwarb für Persien 25Prozent der Aktien der kruppschen Stahlwerke und verkündete vor aller Welt: Das Öl ist viel zu wertvoll, um es zu verbrennen oder in den Autos zu verfahren. Die kommenden Generationen werden sich freuen, wenn wir unser fossiles Erbe für die chemische Industrie aufsparen. Die größte „Impertinenz“, die er sich leistete, war die Gründung einer regionalen Entwicklungsbank und die Forderung an die Ölgesellschaften, 75Prozent ihrer Aktien als Volksaktien unter die Perser zu bringen.
Doch vielen Persern missfiel die säkulare Ausrichtung und Verwestlichung des Lebens. Die innere Opposition hätte der Schah mit der Zeit besänftigen können, aber die Politik des souveränen Weges zwischen Sowjets und dem Regime der Angelsachsen lastete auf seinem Regime. Negativ wog letztlich seine Armee, als sie die stärkste Armee der Region wurde. Zuallerletzt fand er die Präsenz der Amerikaner im Persischen Golf überflüssig. Der persische Herrscher musste wohl den Herren in Washington zu mächtig geworden sein, sodass er gehen musste.
Der entscheidende Schlag gegen den Schah kam von den Weltmedien. Vor allem von der westlichen Presse, welche diesen erfolgreichen letzten absoluten Monarchen nicht mochte und sein Regime vor der Welt diffamierte und damit die Unzufriedenheit im Land schürte. Die Auflehnung wurde im Januar 1979 für ihn so bedrohlich, dass er aus seinem Land flüchten musste. Die Revolution war nicht mehr aufzuhalten. Irgendwie schlich sich aber ein Fehler in die Rechnung ein und in Persien kamen schlimme „Unruhestifter“ an die Macht. Ajatollah Khomeini,57 der 15 Jahre lang im Pariser Exil lebte, kehrte zurück und rief einen Revolutionsrat und eine provisorische Regierung ins Leben und trug ihnen auf, den Gottesstaat zu verwirklichen. In den ersten Tagen der Revolution wurden die wichtigsten Mitarbeiter des Schahs nach revolutionärem Recht verurteilt und exekutiert. Die Mullahs58 begannen, das Leben nach islamischer Sitte umzuorganisieren. Für Frauen wurde der Schleierzwang wieder eingeführt und das Leben nach den Gesetzen des Korans ausgerichtet. Ob aus Abneigung gegen das Fremde oder aus Erwartung dem Neuen gegenüber, stimmte die Mehrheit der Perser im März des gleichen Jahres mehrheitlich für die Fundamentalisten.
xx
Die Russen nutzten die Ratlosigkeit der Amerikaner und in den letzten Tagen des Jahres 1979 „befreiten“ sie Afghanistan von seiner eigenen Regierung. Bei dieser Befreiungsaktion starb der Ministerpräsident und die Russen stellten einen Strohmann, der sie nachträglich um den Einmarsch bat. Die afghanische Regierung, welche die Sowjets beseitigten, war schon ein linkes Einparteienregime. Deswegen wurde sie von verschiedenen Widerstandsgruppen bekämpft. Sie weigerte sich aber gegen die aufständischen, sowjetischen Truppen ins Land zu holen.
Afghanistan bedeutete für Russland einen Schritt mehr in Richtung Indischen Ozean. Denn gerade im fehlenden Zugang zum offenen Meer lag das Verhängnis aller eurasischen Steppenmächte. Schon im 19. Jahrhundert war Russland im Begriff Afghanistan zu okkupieren, als ihm Großbritannien zuvorkam und Truppen nach Afghanistan entsendete. Die Kolonisation misslang den Engländern und fünf Jahre später unterschrieben sie einen Friedensvertrag mit den Afghanen, mit der einzigen Bedingung, dass ihre Truppen das Land ungeschoren verlassen durften. Den Sowjets erging es ähnlich wie den Engländern. Sie fanden sich nicht einer Armee, sondern in jedem Tal und hinter jedem Hügel einer neuen Guerillatruppe gegenüber. Die Aufständischen gegen die Sowjets wurden reichlich von den Amerikanern mit Rüstung versorgt, sodass sie mit gleichwertig modernen Waffen ihrem Gegner trotzen konnten. Nach zehn Jahren Krieg musste die Rote Armee Afghanistan bedingungslos räumen. Bedingungslos! Erinnere!
Mit dem Rückzug war für das Sowjetreich das Afghanistandesaster noch nicht ausgestanden. Der Erfolg der Afghanen steckte die Türk- und Moslemvölker an, die sich unter sowjetischem Joch befanden. Die Mudjahedin60 trugen den Krieg nach Tschetschenien und bis an die ethnischen Grenzen Russlands.
Der persische Schuss ging für beide Supermächte nach hinten los. Das neue Regime stand ihrer messianischen Politik noch ablehnender gegenüber als das vorherige.
xxx
12. NEUE WELTORDNUNG
Die Konjunktur der Nachkriegsjahre in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war das goldene Zeitalter des Abendlandes in Amerika wie im westlichen Europa. Westeuropa lebte in diesem Wohlstand sehr behaglich unter amerikanischer Schirmherrschaft. Weder die im Krieg Besiegten noch die Befreiten Europäer sträubten sich, sich der Washingtoner Herrschaft unterzuordnen, damit wurde auch die Sorge um die Zukunft oder der Verteidigung über den Ozean delegiert. So weit, dass die Verteidigungsbereitschaft Europas je mehr dem Defätismus weichte. Der Wirtschaftsboom und die Praktiken der Sieger holten in das ohnehin schon überbevölkerte Europa Menschen aus nichteuropäischen Kulturen und Rassen.1 Die Einwanderer, der Großteil ihrer Abkömmlinge, bilden ein neues Proletariat, welches sich mit minderer Lebensqualität begnügt, als der autochthone Bevölkerungsteil. Klar, dass die fehlende Dynamik zuletzt zur Stagnation führt, dass auf lange Sicht hier der gleiche Identitätsverlust droht, an dem Amerika krankt.
Zuerst wurden die Städte der „Sieger” Großbritanniens und Frankreichs mit verschieden farbigen und haarigen Leuten aufgefüllt. Nach dem Sommer 2016 werden Italien und Deutschland, bald das ganze Europa von fremden Einwanderern überlaufen sein. Kaum ist die Überfremdung Europas vollzogen, rollt auch schon eine Terrorwelle an. Von Kindern der Einwanderer in zweiter und dritter Generation ausgeführt, als Vorspiel zukünftiger Bürgerkriege. Ist heute schon Europas Zukunft so ungewiss wie die von den Vereinigten Staaten?
Heute fühlt sich kein europäischer Politologe, kein Politiker, eigentlich Niemand berufen, das Wort für Europas Zukunft zu erheben, obwohl es schon höchste Zeit wäre, mit der Planung einer neuen Renaissance beginnen. Die Vereinigten Staaten werden innerhalb einiger Generationen an ihren Rassenkonflikten auseinanderfallen. Damit die Suprematie, die heute ihre herrschenden Kreise über die Welt haben zerfließen. Inzwischen eignen sich die meisten Völker die Technologie des Abendlandes an. Die Turkvölker werden das südöstliche, die Araber das südliche Europa bedrohen. Wir können nicht ewig auf Amerikas Vormundschaft zählen. Damit müssen die Europäer rechtzeitig rechnen!
xx
Die Hintergrundmacht in Washington will nicht wahrhaben, was für ein Djinn schon mit der Vertreibung des Schah von Persien aus dem persischen Lämpchen gelassen wurde. Spannt die Saite weiter mit der Aggression gegen die Islamländer, dann mit dem „arabischen Frühling.” Zuletzt mit dem Zugrunderichten des letzten, eher weltlichen Bath Regimes in Syrien. Zum Glück gelang der „türkische Sommer“ nicht, sonst stände vielleicht auch schon die Türkei im Bürgerkrieg.
Inzwischen ist der Export der Demokratie nach Arabien fehlgeschlagen. Mit Khomeini, Saddam, Gaddafi auch wenn sie nicht Superdemokraten waren, hatte man mit ein bisschen wohlwollen reden können. Um so mehr, da sie auch gegenseitige Konkurrenten waren. Der zuletzt inszenierte Arabische Frühling brachte in Arabien radikale Anarchien auf den Plan, die kaum zu bremsen sind.19 Damit wurde Arabien vom Export der Demokratie wachgerüttelt und wenn sie sich ausdehnen will, liegt Europa am nächsten. Umso mehr, als die fünfte Kolonne des Islams sich schon in unseren Städten breit gemacht hatte! Radikalisierte jugendliche Moslems in zweiter, dritter Generation, in Europa geboren mit europäischer Staatsbürgerschaft ermorden in immer kürzeren Abständen dutzendweise Bürger, stürzen uns in eine Anarchie und machen unsere Städte unsicher.
In den beiden Weltkriegen stritten zwei abendländische Völker, Angelsachsen und Deutsche um die Vorherrschaft. Den übrigen Völkern des Abendlandes, gleich auf welche Seite sie die Geschichte zwang, war das liberale, zeitkonforme Regime der Angelsachsen lieber, als die straffe politische Ordnung der Achsenmächte oder die totale Diktatur der Bolschewiken. Nach dem Sieg der Alliierten wurde Europa, wie die gerade etablierte amerikanische Hegemonie von Sowjetrussland bedroht. Angesichts dieser Bedrohung entschieden sich selbst die Deutschen für das kleinere Übel und ordneten sich freiwillig den Angelsachsen unter. Damit war der innere Friede des abendländischen Machtblocks gesichert. In Arabien stehen aber zwei fremde Kulturen einander gegenüber! Zweifellos kann die Kriegsmaschinerie der Angelsachsen die regulären arabischen Armeen zerschlagen. Arabien zum Frieden zu bewegen, wie seinerzeit die Gegner nach dem zweiten Weltkrieg, ist dagegen aussichtslos! Die Finanzdynastien in Washington mögen die Lage in Algerien betrachten, wo die Obrigkeit der Guerillas seit Jahren nicht beikommt oder Palästina, auch hier kann die bis an die Zähne bewaffnete Besatzungsmacht die permanenten Bombenattentate der Palästinenser nicht unterbinden. Zuletzt aber braucht man, um Kriege zu führen, nur eins: Geld; und Geld haben die Araber! Die Angelsachsen sollen schleunigst ihre Aggressionen gegen Arabien einstellen. Wenn sie erst in einigen Jahren mit blutigen Köpfen aus Arabien abziehen müssen wie kürzlich die Rote Armee aus Afghanistan, werden die Folgen für Europa verheerend ausfallen, noch mehr für Russland oder Israel wo der muslimische Bevölkerungsanteil tagtäglich zunimmt! Nach einem solchen Desaster verweigert womöglich noch der amerikanische Präsident den Gehorsam, nimmt die Ruder selbst in die Hand und lässt die Hintermänner der Bankerkaste aus Washington werfen!
xx
Benötigt die Welt eigentlich einen Weltpolizisten und eine von den Weltpolizisten diktierte Weltordnung? Die Rückkehr zu einer multipolaren Welt mit mehreren Machtzentren: Nordamerika, Lateinamerika, Europa, Russland, Japan, China, Indien, Arabien und Schwarzafrika wäre für alle Welt, nach dem heillosen kalten Krieg der zwei Supermächte eine Alternative!
Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sie mahlen. Das Rad der Geschichte dreht sich unaufhaltsam. Großmächte verschwinden und neue Großreiche tauchen auf. Es liegt in der Natur der Welt, dass nicht ewig die gleichen Mächtigen mächtig und die gleichen Reichen reich bleiben.

Comments are closed.